Nachdem in diesem Schuljahr wieder Sprachreisen stattfinden konnten, freuten sich die SchülerInnen der 7abc und die beiden BegleitlehrerInnen umso mehr auf unsere 8-tägige Italienreise, die uns auf ökologisch günstige Weise über drei Provinzen und sechs Städte führte.

Am 24. Juni traten wir die Reise mittels Nachtzugs von Leoben nach Bologna an. Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung ging es Samstagnachmittag weiter nach Rimini, wo uns abends schon freudig die Gastfamilien in Empfang nahmen.

Am Sonntag fand bereits unser erstes Treffen mit einer italienischen Schülergruppe statt. Unter Leitung von Daniela Trausi vom Liceo Scientifico Albert Einstein und in Begleitung ihrer Kollegin Marina begrüßten wir uns auf Riminis wunderschönem Hauptplatz, dem Piazza Cavour. Nach einer kurzen Vorstellung der beiden Schülergruppen (je 12 SchülerInnen) machten wir uns in gemischten Kleingruppen über den malerischen Kanal entlang zum Ruota Panoramica (Riesenrad) direkt am Meer auf. Auf dem Weg dorthin bekamen unsere SchülerInnen bereits tolle Eindrücke und interessante Einblicke und hatten sichtlich Spaß, auch wenn anfangs die Scheu mit italienischen Gleichaltrigen auf Italienisch zu kommunizieren noch etwas gegeben war. Am Strand beim Ruota Panoramica hatten die Schüler dann Gelegenheit, sich ohne neugierige Augen und Ohren der vier Lehrerinnen näher kennenzulernen. Dass sich die von uns Lehrerinnen arrangierte Begegnung als erfolgreich erwies, ließ das zahlreiche Austauschen von Telefonnummern und diverser Social Media Kontaktinformationen erkennen. Es wurden außerdem Pläne geschmiedet, sich noch am selben Abend zu treffen. Das Wiedersehen am selben Abend verlief scheinbar so erfolgreich, sodass sich die italienischen und österreichischen Jugendlichen fortan jeden Abend verabredeten und gemeinsame Aktivitäten unternahmen.

   

Der daraus entstandene kulturelle Austausch jeden Abend in verschiedenen Sprachen (Italienisch, Englisch und Deutsch) hat sicherlich dazu beigetragen, dass unsere SchülerInnen offener für neue Kontakte mit Gleichgesinnten geworden sind, nachdem die Pandemie in dieser Hinsicht deutlich Spuren hinterlassen hat.

Am Dienstag, 28.6., kam es zu einem weiteren offiziellen Treffen mit einer Schülergruppe aus dem Istituto Tecnico Tecnologico Statale O. Belluzzi – L. Da Vinci unter der Leitung von Valentina Giovannini. Nach einem Volleyballmatch unserer österreichischen SchülerInnen gegen die italienischen, gab es bei dem anschließenden gemeinsamen Abendessen mit verschiedenen sehr köstlichen Pizzasorten und Kartenspielen viel Gelegenheit, sich auszutauschen, zu lachen und zu scherzen.

 

Der kulturelle und sprachliche Austausch wurde außerdem durch den Besuch der Sprachschule am Vormittag und das Eintauchen in das italienische Leben bei den Gastfamilien gefördert. Die Beziehung zu den Gastfamilien vertiefte sich zusehends, und am Ende luden die Familien unsere SchülerInnen ein, bald wieder auf Besuch zu kommen.

Auch unsere zahlreichen Ausflüge trugen dazu bei, dass unsere SchülerInnen noch mehr in die italienische Geschichte und Kultur eintauchen konnten. Rimini, San Marino und Urbino wurden uns von italienischen Stadtführern geschichtlich und landeskundlich näher gebracht. Über Pisa und Florenz ging unsere Reise mit dem Zug schließlich dem Ende zu und die Italienisch-SchülerInnen der 7abc waren begeistert und dankbar, so eine tolle Reise über das Erasmus+ Programm ermöglicht bekommen zu haben.

     

Hierzu gibt es ein paar Meinungen von Schülerinnen, die das Privileg hatten, an der Reise teilzunehmen:

„Unsere Sprachreise in Rimini war ein unvergessliches Erlebnis! Wir hatten sehr viel Spaß sowohl in der Sprachschule als auch an den Abenden, wo wir uns regelmäßig mit den italienischen Schülern getroffen haben, um uns näher kennenzulernen. Jeder Tag in Italien war besonders, spannend und lustig. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir diese unglaubliche Reise machen durften!“ (Sara, 17 Jahre)

 

„Die Sprachreise nach Italien war eine wirklich wundervolle Erfahrung. Als es los ging war ich voller Vorfreude und Aufregung. Bereits ab dem ersten Tag in Bologna habe ich gewusst, dass die nächsten Tage bestimmt toll werden würden und damit hatte ich vollkommen recht. Vor allem die Zeit in Rimini habe ich sehr genossen, doch auch die Ausflüge in andere italienische Städte waren eine unfassbar tolle Erfahrung. Unsere Zeit in Italien hat uns sowohl sprachlich als auch kulturell durch die Sprachschule und die Führungen in den italienischen Städten sehr weitergebracht. Doch auch sozial haben wir so einiges über die Italiener und Italienerinnen gelernt und haben mit einigen der italienischen Jugendlichen sogar Freundschaften geschlossen. Unsere Reise war ein unvergessliches Erlebnis, an das ich mich immer gerne zurückerinnern werde und ich bin unendlich dankbar dafür, dabei gewesen sein zu dürfen.“ (Julia, 17 Jahre)

 

„Die Italienreise war eine tolle Möglichkeit in die italienische Kultur einzutauchen, neue Erfahrungen zu machen und seine Sprachkenntnisse auf die Probe zu stellen. Besonders gut hat mir die Vielfalt der Reise gefallen.-Die diversen Ausflüge waren sehr interessant und haben die Reise sehr abwechslungsreich gestaltet. Auch waren wir bei den Gastfamilien total gut aufgehoben und haben jeden Tag verschiedenen Gerichte der köstlichen italienischen Küche verspeisen dürfen. Toll war auch der Austausch mit gleichaltrigen italienischen Schülern, mit denen man neue Kontakte knüpfen konnte. Das Wetter war trotz wirklich hoher Temperaturen prima und wir konnten ‚bella italia‘ in vollen Zügen genießen. Ich bin sehr dankbar, diese Reise miterlebt haben zu dürfen und werde mich noch lange daran zurückerinnern!“ (Alexandra, 17 Jahre)

 

 

 

 

10 Tage mit Zug und Bus durch Europa, davon 7 Tage Südfrankreich: Die Sprach- und Kulturreise der Französischgruppe der 7. Klassen des Alten Gymnasiums Leoben im Frühjahr erfolgte auf ökologisch günstige Weise. Darunter zwei Fahrten mit dem Nachtzug – eine spannende und letztlich zeitsparende Tour, die von den Reisenden gut angenommen wurde. Europas Bahnunternehmen sind im Übrigen eingeladen, attraktive Angebote für Jugendgruppen massiv auszuweiten!

Denn bei Flugreisen ist es meist deutlich schwieriger, gleich mehrere lohnende Zwischenhalte vorzusehen. Unsere Route führte über Zürich, den Genfer See und Lyon, die zweitgrößte Metropole Frankreichs. Hier erlebten die Teilnehmer/innen neben beeindruckenden Kathedralen und pittoresken Gässchen auch eine Street-Art-Führung und verkosteten in den Halles Paul Bocuse das kulinarische Erbe des berühmten französischen Kochs.

Hauptziel der Reise war aber Nizza, die lebendige Stadt an der Côte d’Azur. Das von der Sprachschule Francophonia organisierte Programm brachte das, was zuvor über Monate nicht möglich gewesen war: Reale Kontakte, gemeinsames Lernen und auch unbeschwerte Stunden mit österreichischen und französischen Jugendlichen an der Partnerschule Lycée Don Bosco. Die österreichischen Schüler/innen besuchten Unterrichtseinheiten aus Geschichte, Deutsch, Englisch und Kunst, erweiterten damit ihre Französischkenntnisse und unterstützten auch die gleichaltrigen Deutschlernenden!

 

Gemeinsame Ausflüge – unter anderem nach Villefranche und Monaco – rundeten die Sache ab. Und auch der Strandbereich an der berühmten Promenade des Anglais wurde ausgiebig erkundet. Bilder auf Plattformen wie Instagram sowie Kurzvideos vermitteln Eindrücke des savoir vivre, jener Lebensfreude, die die Jugendlichen nach dieser außergewöhnlichen Zeit mehr als verdient haben.

Doch es soll nicht bei Momentaufnahmen bleiben. Im Juli wird eine Gruppe französischer Jugendlicher Leoben besuchen und bei ihren österreichischen Freunden zu Gast sein. Dies organisierten die Schüler/innen übrigens in Eigeninitiative.

Das von Erasmus PLUS geförderte Projekt hat also etwas bewirkt. Hoffen wir, dass Jugendlichen in Österreich und ganz Europa auch in nächster Zeit diese Art von Reisen gegönnt sein wird.

 

 

Erasmus Plus-Aufenthalt in Nizza (1.8.-8.8.2021)              

Anfang Juli wurde ich darüber informiert, dass noch Plätze für eine Erasmus Plus- Fortbildung in Südfrankreich frei wären. Ein Blick auf das Programm der französischen Sprachschule Francophonia zeigte: Das ist eine Möglichkeit, viele Erfahrungen (auch gerade der letzten Zeit) mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa zu vertiefen und die eigene Unterrichtsarbeit zu bereichern.

So entschied ich mich für einen einwöchigen Aufenthalt in Nizza.

Die Organisation der Veranstalter überzeugte, der „bürokratische Aufwand“ erwies sich als überschaubar. Nach der Anreise war ein einfaches, aber gutes Quartier rasch bezogen und Montagmorgen ging es gemeinsam mit über 50 Französischlehrenden an die Arbeit. Dabei besuchte ich zwei mehrtägige Workshops, einen zum Thema Eco-Citoyenneté, also zur Förderung umweltbewussten Verhaltens europäischer Bürger und einen zweiten zum hoch aktuellen Bereich Digitale Lern- und Lehrmedien.

In den Kursen wurden Erfahrungen aus der Unterrichtsarbeit im Lockdown ausgetauscht, die besten Online-Lerntools verglichen und gemeinsam Unterrichtssequenzen erstellt. Über die Grenzen von Bildungssystemen hinweg dieselben Fragen und ähnliche Antworten: Was funktioniert digital und online – und wo bleibt Präsenzlehre unverzichtbar?

Das Rahmenprogramm bot Ausflüge ins unweite Villefranche-sur-mèr, nach Cannes und auf die küstennah gelegene Île Sainte-Marguerite. Die unvergleichliche Landschaft sowie die einzigartige Kulinarik an der Côte d’Azur sprechen für sich. Doch ebenso erfuhr ich aus „erster Hand“ für mich neue historische Fakten und lernte aus lebendigen Anekdoten, Dinge also, die ich meinen Schülern auf der nächsten Sprachreise näherbringen möchte.

Zahlreiche Gespräche mit Lehrenden von Griechenland bis Norwegen und noch mehr Eindrücke später kann ich festhalten: Es hat sich absolut gelohnt und ich sehe es als Privileg an, dass ich teilnehmen konnte. Ich werde dort gewonnene Erkenntnisse mit Kollegen und Kolleginnen meiner Schule teilen und sie ermuntern, solche Angebote auch zu nutzen.