
In fünf Wochen hatten Lena Antenreiter, Viktoria Herczegh und Josef Paris in Italien die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Erasmus-Mobilitäten bei einer italienischen Gastfamilie in Morlupo bzw. in Caprarola zu leben und dort ein lokales Gymnasium zu besuchen. Diese Zeit wurde von allen Dreien als eine sehr prägende und bereichernde Erfahrung empfunden, sowohl sprachlich als auch in ihren persönlichen Entwicklungen.

Schon bei der Ankunft wurden sie herzlich von ihren Gastfamilien aufgenommen. Anfangs war es zwar eine Herausforderung, sich an die neuen Umgebungen anzupassen und sich auch in der neuen Sprache zurechtzufinden. Besonders das Sprechen kostete zuerst einiges an Überwindung. Mit der Zeit fiel es jedoch immer leichter, Kontakte zu knüpfen, und sie fanden schnell neue Freunde – sowohl in der Schule als auch außerhalb. Mit vielen von ihnen stehen sie noch heute regelmäßig in Kontakt.

Der Schulalltag in Italien war sehr interessant und unterschied sich in vielen Bereichen vom gewohnten in Österreich. Die drei nahmen aktiv am Unterricht teil und konnten ihr Italienisch besonders im Hörverständnis, aber auch beim Sprechen deutlich verbessern. Nach einigen Wochen waren sie in der Lage, dem Unterricht gut zu folgen, aktiv mitzuarbeiten und sogar Prüfungen auf Italienisch zu schreiben. Durch alltägliche Situationen wie Gespräche mit Freund:innen, Bestellungen im Restaurant oder Diskussionen im Unterricht lernten sie zudem viele neue sprachliche und kulturelle Besonderheiten kennen, die man aus Schulbüchern nicht lernen kann. Eine Erkenntnis stellte sich dabei als besonders prägend heraus: dass Fehlermachen zum Sprachenlernen dazu gehört und kein Hindernis für eine Kontaktaufnahme mit anderen Menschen ist.

Außerhalb der Schule verbrachten sie viel Zeit mit ihren Gastfamilien und Freund:innen. Gemeinsam besuchten sie zum Beispiel Rom mit ihren Sehenswürdigkeiten wie dem Trevi-Brunnen, dem Pantheon, dem Petersdom und der Piazza Navona. Außerdem konnten sie Orte wie Viterbo, Sutri, Morlupo und Assisi kennenlernen. Besonders schön wurden die gemeinsamen Aktivitäten wie ein Vintage-Markt, Museumsbesuche oder Treffen mit Freund:innen empfunden. Diese Erlebnisse halfen, die italienische Kultur, die spezifischen regionalen Traditionen und Lebensweisen besser zu verstehen.

Während des Aufenthalts konnten Lena, Viktoria und Josef feststellen, dass sie deutlich selbstständiger wurden. Sie lernten öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, Ausflüge zu organisieren, ihren Alltag selbstständig zu planen und sich in deren neuer Umgebung zurechtzufinden. Darüber hinaus stärkten die vielen neuen Erfahrungen ihr Selbstbewusstsein, ihre Kommunikationsfähigkeit und Offenheit gegenüber anderen Menschen und Kulturen.

In einem sind sich Lena, Viktoria und Josef einig: „Wir sind insgesamt sehr dankbar für diese Erfahrungen und für die Unterstützung der Gastfamilie, unserer Freund:innen, der Schule und der Organisatoren. Der Erasmus-Aufenthalt hat uns nicht nur sprachlich viel gebracht, sondern auch persönlich stark weiterentwickelt. Wir würden eine solche Erasmus+-Mobilität jederzeit weiterempfehlen.“
